Vor einiger Zeit erschienen in diesem Blog drei Beiträge über den Spiesser. Diese habe ich nun vom Netz genommen. Einer von ihnen zitierte einen Artikel des Magazins Insight, der Artikel wird nach einer rechtlichen Auseinandersetzung mit dem Spiesser nicht weiter veröffentlicht. Das heißt, er enthielt Unwahrheiten bzw. konnte einige Vorwürfe u. a. zur Ausnutzung von Fördergeldern und Ausbeutung von Auszubildenden nicht beweisen. Diese Vorwürfe habe ich mir nicht zueigen gemacht, wohl aber das Zitat publiziert. Der Spiesser hat mich nun gebeten, das entsprechende Zitat zu entfernen. Das habe ich getan, um zum einen Rechtsfolgen für mich zu vermeiden und um zum anderen nicht weiter Gerüchte zu verbreiten, die viel vorwerfen, aber nicht bewiesen sind. Das wäre unfair.
Ein weiterer Vorwurf, den ich zitierte, war die mitunter unsaubere Trennung von Anzeige und Artikel durch den Spiesser. Dass es damit in der Vergangenheit Probleme gegeben hat, gibt der Spiesser in dieser Stellungnahme zu.
Tatsächlich sind wir als kostenloser Titel auf Kooperationen angewiesen, lässt sich eine kostenlose Zeitschrift wie SPIESSER doch nicht allein über die reine Anzeigenfinanzierung realisieren. Gewöhnlich kennzeichnen wir diese Form der Kooperationen. Wir bedauern, sollte dies einmal nicht der Fall oder eindeutig genug gewesen sein.
Den Vorwurf griff ich mit den anderen beiden Beiträgen auf, auch mit Beispielen von Texten, bei denen, meiner Meinung nach, die Trennung unklar sei. Unklar war aber auch, ob bei den Beiträgen Geld geflossen ist. Sprich, ich weiß nicht, ob der Spiesser einfach nur PR-Material (zumindest in Teilen) übernommen hat oder dafür bezahlt wurde. In mindestens einem Fall war das wohl so, wie mir gegenüber zugegeben wurde, aber schwarz auf weiß habe ich es nicht. Deshalb habe ich die “Beispiele” vom Netz genommen.
Was allerdings bemerkenswert ist, dass der Spiesser nun auch auf spiesser.de auf “Kooperationen” deutlich hinweist. Ich bezweifle, dass das mein Erfolg ist, denn besonders meinungsmächtig ist dieses Blog nicht und soll es nicht sein. Wünschenswert wäre sicherlich eine deutlichere Kennzeichnung, auch im Teaser bzw. über dem Artikel, sodass es auch ersichtlich ist, wenn man nicht den gesamten Artikel gelesen hat. Aber das ist weitaus weniger gravierend als gar keine Kennzeichnung.
Ende vom Lied ist nun, dass es einen sehr konstruktiven Dialog zwischen dem Verleger des Spiessers, Frank Haring, und mir gegeben hat. Der ersparte beiden Seiten eine Menge Ärger und brachte den Anwälten dieses Landes mehr Freizeit.
2 Antworten bis hierher ↓
Thomas // Montag, Dezember 10, 2007 um 11:34 Uhr vormittags
Gut, dass du dem Spiesser nicht noch mehr Stress gemacht hast
Robert // Montag, Dezember 10, 2007 um 11:41 Uhr nachmittags
Dabei ist der Spiesser so eine unfassbar tolle Zeitung…
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